6. Tag: Alternativprogramm 

Wetterbedingt frühstücken wir wieder auf der Terrasse, in Pullis verpackt, regen- und windgeschützt. Danach geht es zum Einkaufen von lokalen Spezialitäten wie Wein, Wurst, Olivenöl und andere Leckereien.

Die Miniverkostung beim ansässigen Weingroßhandel fällt eher bescheiden aus. Die Menge ist gerade so ausreichend für alle, um festzustellen dass … „Unsere Zeit zu kurz ist um schlechten Wein zu trinken“. Daher ist die Location auch nicht näher erwähnenswert. 

Dafür werden wir beim Olivenöl-Produzenten um die Ecke fündig. Sofern man die Hinweisschilder an der Straße findet, gelangt mal auf ein kleines aber feines Anwesen. Dort finden wir nach einer Olivenölverkostung noch so einige Leckereien rund um das Thema Olivenöl und Brotaufstriche, die es zu erwerben gilt.


Am Nachmittag geht’s über den Strand in den Nachbarort um dort den „Kicker“ (Tischfußball) bei einem Eis oder auch Aperol Sprizz genauer unter die Lupe zu nehmen und sich zurück in die Schulzeit versetzt zu fühlen.

Ach ja, die Sache mit dem Wetter…

Mittlerweile ist Tag 6 unseres Sardinien Trips erreicht. Eigentlich hatten wir uns vorgenommen die lange Fahrt mit Anhänger inkl. Motorräder auf uns zu nehmen um hier vor Ort die allseits berühmt, berüchtigten und in Bikerkreisen überall hervorgehobenen sardinischen Strecken unter die Räder zu nehmen; an traumhaften Stränden bei phänomenalem Wetter zu liegen und in der Abendsonne bei einem Strandspaziergang und einem Glas Vino Rosso den Tag ausklingen zu lassen. Soweit die Theorie…

Zwischenfazit zur Halbzeit: 

  • 6 Tage vorbei,
  • 1500km mit dem Auto zurückgelegt,
  • 240km mit dem Motorrad gefahren,
  • 2x 1/2Tag Sonne (Anreise ausgenommen)
  • Erdung durch höhere Gewalt
  • Sturm
  • Regen
  • Kälte 

Naja, … Zumindest die Sache mit dem Rotwein hat geklappt. Als Einziges zugegebenermaßen sogar mehr als geplant.

Sich zu beschweren seinen Urlaub auf Sardinien verbringen zu dürfen klingt normalerweise schon etwas vermessen und bedeutet Jammern auf höchstem Niveau … Allerdings arbeitet man auch Tag für Tag um sich seine Ziele zu verwirklichen und investiert Arbeit, Zeit und Geld in solch einen Trip um im Urlaub den Ausgleich und die Erholung zum Arbeitsalltag zu finden.

Leider haben sich bisher meine persönliche Erwartungen nicht erfüllt. Das Wetter macht uns einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Es ist schon ein wenig frustrierend an einem solch schönen Fleckchen Erde zu sitzen und es nicht so nutzen zu können, wie man es gerne möchte.

Natürlich kann man das positive und das Gute darin suchen, froh sein, dass man überhaupt hier ist, alles POSITIV sehen und … bla bla bla

Mal ehrlich… der olympische Gedanke in allen Ehren, aber es kann mir niemand erzählen dass er beim Marathon gerne als letzter durchs Ziel läuft oder beim Völkerball in der Schule als letzter auf der Bank sitzt, weil niemand ihn gewählt hat…

Wer sich mit dem Thema „Big Five for Life“ schon mal befasst hat und sich dessen bewusst ist, dem wird das folgende Zitat bekannt sein:

„Es gibt kaum etwas so Nutzloses, wie gerade das effizient abzuarbeiten,was eigentlich überhaupt nicht getan werden sollte.“ (Zitat: Peter Drucker)

Oder um es auf den Punkt zu bringen: Unsere Zeit ist zu kurz um schlechten Wein zu trinken… Ich will Sonne, ich will warme Temperaturen und gute Straßenverhältnisse zum Motorradfahren und will …bei einem Strandspaziergang und einem Glas Vino Rosso den Tag ausklingen zu lassen. 😀

5. Tag: Die Begegnung der dritten Art …

Auch am 5. Tag sind es wieder mal vorrangig Wolken, die am Himmel zu sehen sind. Das Wetter ist sehr durchwachsen, der Wind und die See eher rauh und kühl. Wir können zwar auf dem Stellplatz in Strandnähe frühstücken, trotzdem müssen wir die Sonne suchen. Nochmals zur Erinnerung: wir haben Mai … In Sardinien… Im Süden 😳

Am Nachmittag hat sich die Wettersituation zwar nicht wesentlich geändert, wir entscheiden uns dennoch für einen 2. Ausritt entlang der Küste in Richtung Cagliari um durch das Landesinnere wieder zurück zu fahren.

Vereinzelt treffen wir auf andere Biker, die sich ebenfalls bei dem Wetter auf Sardinien verirrt haben. Verirrt deshalb, weil sie den Gesten nach zu urteilen eher Bewegungen vorturnen, die man sonst nur auf der Rennstrecke sieht. Naja, jeder wie er kann…

Auf unserer kleinen Rundfahrt von ca. 140km halten wir nur zum Tanken und um natürlichen Bedürfnissen nach zu gehen. Und da passiert es … Bei einer kurzen Pause haben wir eine Begegnung der Dritten Art. Unbemerkt haben sich Star Wars Klonkrieger auf unsere Soziussitze geschlichen …


Hier zum Vergleich, wie man sie aus Film und Fernsehen kennt…
(Quelle: chip.de)

Glücklicherweise handelt es sich um friedliche Exemplare ohne Waffen, die zu einem spontanen Foto-Shooting bereit sind. 😜