Fazit: DEKRA Motorrad Sicherheitstraining Most

So, nachdem wir die Strecke Most-Zweibrücken wieder gut und zuügig zurückgelegt haben, bleibt unterm Strich mein folgendes Fazit:

Anreise:

Wen die Anreise von 620km nicht abhält, tut gut daran einen Tag vorher anzureisen und einen Tag später abzureisen. Das macht den Ablauf etwas entspannter.


Veranstaltung:

Die DEKRA Veranstaltung ist wirklich gelungen. Von der zügigen und unklomplizierten Registrierung für das Sicherheitstraining angefangen, wirkt die Veranstaltung gut durchstruktiriert und der Zeitplan wird straff eingehalten. Dazu gibt es eine Übersicht der Lehrinhalte, die auf die jeweiligen Bedürfnisse der Teilnehmer innerhalb der Gruppen eingegangen wird. Bestimmte Lerninhalte bleiben jedoch auch im Standardrepertoire enthalten, wie bspw. Kiesbettfahren.

Für die 2-tägige Veranstaltung passt das Preis-Leistungs-Verhältnis auf jeden Fall im Vergleich zu anderen, wenn man bedenkt, dass man hier den Instruktor, die Betreuung und das Fach-Know-how noch inklusive hat.

Den ganzen Tag ist zudem für das leibliche Wohl ausreichend gesorgt. Von diversen anti-alkoholischen Getränken über Obst, Süßigkeiten bis hin zu Hot Dogs wird alles geboten.

Anmerkungen:

  • Es gilt während der Veranstaltung logischerweise striktes Alkoholverbot.
  • Zudem gilt seit 2016 eine neue Laustärkeregelung von max. 106 dB. Wer also zu laut ist, darf nicht starten. Daher ggf. den Originalauspuff nicht vergessen.

Reifen:

Metzeler Racetec RR K3

Wer einen straßentauglichen Rennreifen sucht, der ist mit dieser Wahl sehr gut bedient. Der Reifen baut im Trockenen einen unheimlichen Gripp auf und ist für den Normalfahrer mehr als ausreichend und bietet große Reserven.

Wichtig:

  • korrekt eingestellter Reifendruck von Beginn an (Reifenhändler des Vertrauens fargen)
  • Reifen IMMER warm fahren, bevor er richtig genutzt wird (2-3 Runden)
  • der Reifen braucht Temperatur um richtig zu funktionieren, wo ein normaler Straßenreifen an seine Grenzen kommt, fängt dieser Reifen an
  • Die Nasshaftung ist eher gering, dh. im Regen sollte er auf der Rennstrecke eher vermieden werden, es sein denn der Fahrer hat ausreichend Erfahrung und traut sich auch diesen Reifen im Nassen zu bewegen. Für Normalos ist davon eher abzuraten.

Fazit: „Heute ist nicht aller Tage, wir fahren wieder, keine Frage…“ 😉

Das Hotel, alias „Die Unterkunft“…

Unsere Bleibe für die paar Tage war das Hrad Hnevin an der höchst gelegenen Stelle in Most. Aus irgendwelchen uns unerklärlichen Gründen hat ein Angestellter vehement darauf verwiesen, das die Bleibe eine „Unterkunft“ ist und kein Hotel. 😳 Egal, gut war es allemal und die Aussicht ist phänomenal inkl. Blick auf die Rennstrecke. Dafür gibts ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Hier ein paar Eindrücke von Hrad Hnevin

… Gentleman, please start your engine…

Yehaa … 😎 der Regen verzieht sich und die Strecke trocknet ab. Jetzt heißt es raus aufs Parkett und tanzen.

Die Regensession haben wir sinnvoll überbrückt. Henry hat uns sehr ausführlich erläutert, welche Einstellmöglichkeiten die heutigen Bikes so bieten. Nachdem wir Lenkkopfwinkel, Gabel durchstecken, Druck- und Zugstufe, Federvorspannung, Low- und High Speed Druckstufe, Schwingeneinstellung, und und und an einem Teilnehmerbike besprochen und eingestellt hatten, hab ich die Speedy auch mal genauer unter die Lupe genommen. Und siehe da, sehr optimierungswürdig. Unter dem kritischen Auge eines erfahrenen QS-lers DK Deepfly muss die Speedy etwas nachjustiert werden… Sofern überhaupt möglich 😳

Druckstufenoptimiert geht es dann auf die Piste. Was soll ich sagen, geile Nummer 😜 zwar hält das Wetter nur 2 Stints bevor es wieder anfängt zu regnen, dafür waren diese mit viel Spaß behaftet. 

Genau in dem Moment, als wir wieder in die Box rollen, fängt es wieder an und der leichte Regen hält sich über die ganze Zeit. Nur vereinzelt sind noch Fahrer auf der Strecke. Jetzt sind die Kollegen im Vorteil, die mit normalen Straßenreifen zum Training gekommen sind, da die Bereifung noch funktioniert, während unsere Bereifung im Regen eher grenzwertig zu bewegen ist.

Die meisten Teilnehmer brechen schon ihre Zelte ab und beginnen zu verladen. Nach 1 Stunde Bedenkzeit entscheiden wir dann ebenfalls den Trainingstag zu beenden, nachdem es wieder stärker zu regnen beginnt. 

Der Vorteil der Wartezeit… unsere Box mit der Nummer 16 hat sich geleert bis auf uns und wir können den Anhänger rein rollen zum Verladen, während viele Kollegen leicht durchnässt auf dem Parkplatz ihre Sachen einsammeln.

Nochmal eine kurze Bestandsaufnahme der Reifen.

Tuono: ⭐️⭐️⭐️⭐️

Speedy: ⭐️⭐️⭐️

Anscheinend hatte ich anfangs einen etwas zu geringen Luftdruck am Hinterreifen anliegen, sodass dieser nicht  in den optimalen Temperaturbereich kam und am Übergang der 2 Komponenten sehr stark aufgerissen ist.

Henry meinte ja: „du musst den härter rannehmen… 😳 oder den Luftdruck erhöhen…“ Naja, wieder etwas gelernt. 😀

So, 17:00 Uhr, fertig verladen und startklar. Auf geht’s in unsere Unterkunft.