Randnotizen Teil 1…

Hanging off

Kleiner Tipp: Wenn ihr selbst mal bei einer geführten Tour mitmacht. Immer direkt hinter dem Tourguide einreihen. Warum? … Wenn dieser auf der Tour auf eine Kurve zusteuert, kein Bremslicht aufleuchtet und er zum „hanging off“ ansetzt, dann ist der Spaß vorprogrammiert. Nach Det Müllers (Grip – das Motormagazin) Motto: „Hält er oder fällt er“ dranhängen und ab geht die Lucie 😎

Mitfahrer

Also Respekt muss ich dem Kollegen schon zollen. Wie er mit 70+ seine Honda Transalp 600 um die Ecken geprügelt hat, war schon sehenswert im Rückspiegel. Das war nix für Blümchenpflücker, da ging richtig was vorwärts. 👍

Silvretta-Bekanntschaften

Immer wieder interessant, wer hier mit was versucht die Strecke zu „bezwingen“. Teilweise sieht man schon, dass es keinen Spaß machen kann.

1. Tag: Zwei Briten mit ihren japanischen Soft-Shoppern, bei denen ich Angst hatte dass sie umfallen, so langsam wie sie unterwegs waren. Zum anderen da meine Speedy auf dem Seitenständer geparkt mehr Schräglagenfreiheit vorweisen kann als diese blubbernden Eisenhaufen. Aber … Als letzte ankommend, an der kompletten Schlange vorbeiblubbernd, an der Baustellenampel in die 30er Zone überholen, während ich in Pole Position die Speedy erst mal wieder anwerfen muss aufgrund der langen Wartezeit. 👍😂 naja, da war ich wohl zu langsam 😉

2. Tag: Ein Ducati Panigale Pilot oder sollte ich eher sagen Proband … der versucht mit seiner Rennsemmel im Stau mal ganz vorne zu fahren und das Teil ohne Schräglage um die Kurve bugsiert … Naja, jeder wie er will und wie er kann. Alles kann, nix muss 😉

2. Tag: geführte Tour -mit Hotelchef und Tourguide Franz

Route des 2. Tages: 320km

3 Ländertour (Österreich, Schweiz, Liechtenstein)

Galtür – Silvretta – Bartholomäberg – Bludenz – Altstätten – Appenzell – Rankweil – Bludenz – Silvretta – Galtür

Wir starten pünktlich um 08:30 Uhr in Richtung Silvretta. Die Maut entfällt, dank Silvretta-Card für die Dauer des Aufenthalts 👍 Tourguide Franz macht ein paar Stops und erklärt hier und da ein paar Details.

Unter anderen woher die Sonnenmilch „Piz Buin“ ihren Namen hat, nämlich von dem Berg und die Erfindungsstory dazu. 

Zudem wissen wir jetzt warum diese Mega Baustelle an der Hochalpenstraße überhaupt existiert.

Es wird ein Tunnel mit ca. 6,5m Durchmesser durch den Fels vom oberen zum unteren Stausee gebohrt, was die seit 50 Jahren bestehende Überland-Rohrleitung ersetzen wird. Warum? Um mit günstigem Strom das Wasser wieder hoch zu pumpen, was durch den Ablauf ins untere Becken zur Stromgewinnung genutzt wurde, um dann wieder teureren Strom bei erneutem Ablauf per Wasserkraftwerk zu produzieren!?!

Hm, BWL … irgendwie wird sichs rechnen, kostet ja nur 650 Mio EUR und dauert bis 2020.

Dafür haben sie auch das aktuell modernste Betonwerk vor Ort gebaut um das gewonne Gestein direkt wieder zum Bau nutzen zu können und eine Fabrik, welche die Rohre formt, da diese in ihrer Endausbaustufe nicht hierher tranportiert werden könnten.

Die spinnen, die Össies 😜

Aber zurück zur Tour. Wir sind nur zu viert,  ich fahr direkt hinterm Guide. Bis zur Mittagspause haben wir Strecken gefahren, die ich im Leben nicht gefunden hätte. 

@Mathias: außer dein Navi im Korsika-Modus „kurvenreichste Strecke“ 😜

Viele einspurige Straßen, schmale und enge Kurven, dafür mit gutem Grip. 👍 220km weiter, eine Kaffepause und die Schweiz bereits hinter uns gehts zur Mittagspause in „good old Össiland“.

 

Und siehe da, ein seltenes Exemplar,… KTM X-Bow, wäre auch mal einen Ausritt wert, wenn ich da überhaupt reinkommen würde ohne Schuhlöffel …

  

  

Danach gehts zunächst über Liechtenstein wieder zurück nach Galtür. 

Ich starte direkt durch, weiter nach Ischgl zum High-Bike Testcenter Paznaun in der Hoffnung mal einen Tag für kleines Geld eine Ducati Multistrada zu testen.

 
 

Hm, war ja klar… Keine kurzfristig verfügbar … oft geliehen, oft geschrottet. Naja, sehe ich wenigstens mal Ischgl im Sommer.

 

War trotzdem ein gelungener Tag.