Circuit de Chambley – Mai 2024

Chambley 2024 ist angerichtet. Wie bereits im letzten Jahr sind wir mit dem Veranstalter Mototeam wieder am Start.

Chambley ist lediglich ~140km weit von meinem zu Hause entfernt, zudem besteht die Möglichkeit auf dem Gelände zu campieren. Dies ist bereits am Vortag der Veranstaltung möglich, was ein Teil der Gruppe nutzt. Damit ist auch meine „Einflugschneise“ gesichert und ich muss nur noch pünktlich am Veranstaltungstag „reinschlittern“.
Die Anfahrt ist in diesem Jahr etwas erschwert, da auf dem benachbarten Flughafengelände die Grand Est Air Show 2024 stattfindet. 09:00 Uhr ist Deadline für die Einfahrt…

Dieses Mal sind wir mit 6 Motorrädern mit dabei.

  • Aprilia RSV 1000
  • Suzuki GSXR 750
  • Suzuki GSXR 1000
  • Triumph Street Triple RS
  • Yamaha MT09 SP
  • Yamaha R1M

Aufgeteilt in 3 Gruppen geht es nach dem Aufbau und der Fahrerbesprechung pünktlich um 09:20 Uhr los in der grünen Gruppe.

1) Turn: Das Wetter sieht gut aus und wir starten bei trockener Witterung. Leider haben meine Anpassungen rein gar keine Verbesserung gebracht. Von Beginn an habe ich in der Beschleunigungsphase ein Kupplungsrutschen. Weiterhin ist ein hartes Beschleunigen mit der GSXR nicht möglich. Ab ca. 8.000 Umdrehungen bewegt sich zunächst nur der Drehzahlmesser und die Geschwindigkeit folgt dementsprechend wiederwillig und zeitverzögert. Es gilt wie bisher, eine „runde Linie“ zu wählen und „beherztes“ Gasgeben analog der Fahrweise mit der SV650.

Nun ja, bedeutet wieder mal „das Beste aus dem Tag machen“.

2) Turn: Es geht voran. Das Wetter hält glücklicherweise und wir drehen fröhlich unsere Runden. Bisher keine Ausfälle, keinen Erdungen in den eigenen Reihen.

Einige Teilnehmer gehen allerdings sehr „überambitioniert“ ans Werk, was zu einigen unnötigen Zwangsmanövern führt, aufgrund der Selbstüberschätzung mancher Fahrer. Aber naja, so isses halt, wenn man sich zum Kreisfahren verabredet

3) Turn: Wir nähern uns der Mittagspause. Der Tank ist leer, die Strecke frei, allerdings macht sich der Hinterreifen Bridgestone V02 (soft) langsam bemerkbar und fängt an, etwas zu schmieren. Glücklicherweise spürbar, dh. er baut nicht adhoc den Grip ab.

4-6) Turn: Mit einem weinenden und einem lachenden Auge geht es in die 2. Hälfte des ersten Tages und ich drehe weiter meine Runden.

Weinend: Mit rutschender Kupplung und abbauenden Reifen geht es zügig aber doch gemächlich um den Chambley-Kurs.

Lachend: Die rutschende Kupplung verhindert starkes Beschleinigen aus den Ecken, was die Reifen schont und auch High-Sider minderd wirkt bei abbauendem Grip …

Fazit Tag 1:

  • Hat sehr viel Spaß gemacht
  • der Reifen ist runter, der Wechsel auf einen neuen, bereits angefahrenen Reifen meines Vorgängers (Pirelli Diablo Superbike Slick SC2) ist aufgrund Ersatzfelge und Vormontage in 10min erledigt.
  • die Rundenzeiten werden veröffentlicht … was will man mehr. Trotz schwierigen Bedingungen auf Anhieb um 1 sek. (2.04 min) verbessert ggü. der SV650 in 2023.
  • Da geht noch was…

Da steht das Gespann mit MX24-Zelt und Gixxer …

Meine persönlicher Transformer

  • Transporter für die GSXR im Fahrbetrieb
  • Materiallager im Standbetrieb
  • Schlafkoje in der Nachtschicht

Das gemütliche Besammensein und die „Spritgespräche“ bei beleuchtetem Ambiente dürfen natürlich nicht fehlen.

Ich merke immer wieder, dass wir trotz nachsteuern „under equipped“ sind. Unsere Nachbarn haben tatsächlich Leinwand und Ultrakurzdistanz-Beamer zur Hand um die Aufzeichnungen der MotoGP Sessions des Tages zu verfolgen.

und so geht es in die Nacht…

Tag 2, Turn 7-12) Der 2. Tag mit neuem Hinterreifen (Pirelli Diablo Superbike Slick SC2) startet ebenfalls trocken und gut. Man merkt allerdings direkt, dass ein paar Teilnehmer nur den 2. Tag gebucht haben. Sehr überambitioniert geht es direkt nach Ausfahrt des Instruktors quer in die 1. Kurve um keine Zeit zu verlieren.

Zudem packe ich die GoPro aus um ein paar Fahraufnahmen zu machen. Auch der Fotograf ist fleißig aktiv, sodass sogar bei mir ein paar interessante Aufnahmen zu stande kommen.

Anpassungen nach Anneau du Rhin

In Anneau du Rhin hatte ich ja ein zunehmendes Rutschen der Kupplung ab ~8.000 Umdrehungen/Min. festgestellt. Diese Umstand galt es zu Beheben. Nach einigen Recherchen, Rücksprachen und Materialbestellungen habe ich mich zunächst für einen minimal invasiven Eingriff entschieden.

Aktuell verbaute Kupplungs-Teile: (lt. Rechnung Vorbesitzer erst 3.500km gelaufen)

  • TRW Reibscheibenkit Racing
  • TRW Stahlscheibenkit
  • Motoröl Motul 300V SAE 15W-50
  • Ölfilter HF 138 RAC

Bestellt und verbaut habe ich:

  • Motoröl Motul 5100 10W-50
  • Ölfilter Hiflo
  • EBC Kupplungsfedern (10% härter) inkl. Dichtung

Zudem habe ich noch einen passenden Auspuff Yoshimura Tri-oval 8siehe Bild) für schmales Geld gefunden. Dieser hatte zwar bereits eine Erdung, funktioniert aber noch einwandfrei und ist dicht. Da die Maschiene ohne DB-Eater zwar sehr gut klingt, aber definitiv für die französischen Rennstrecken zu laut ist, habe ich mir noch einen passendem DB-Eater besorgt.

Zum Verzurren, habe ich mit eine Eigenkonstruktion überlegt, die das Motorrad über die Achse verzurrt. Das entsprechende Komplettset für ~200,- EUR war mir zu teuer gewesen.

Ab sofort wird die Maschien beim Transport nur noch über eine Vorderachshalterung in der Wippe stehend verzurrt und nicht wie vorher über den unteren Gabelholm.

Das hat einige Vorteile

  • universell einsetzbar für alle Motorräder mit Hohlachse
  • Alle Gesetze zur Ladungssicherung werden eingehalten
  • Keine unnötige Last auf den Federn während dem Transport
  • Kein Einklemmen von Kabeln, Zügen oder Leitungen beim Abspannen
  • Platzsparend – Spannwinkel bis 0° möglich
  • Keine Kratz- oder Scheuerstellen am Motorrad

Verbaute Teile in der Hohlachse:

  • M6 Ringmutter – Traglast: 75kg (2x)
  • M6 Unterlegscheiben
  • M6 Gewindestab (Länge angepasst)
  • Zurrschlaufen

Mal schauen, ob das passt und ob es hält, was es verspricht.